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Allgemeine Hinweise zum Umgang mit Immersionsöl
Der Umgang mit Immersionssystemen ist prinzipiell etwas
gewöhnungsbedürftig. Drei wesentliche Dinge sind hierbei zu beachten:
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Das Immersionsöl muss nach
Beendigung der Arbeit entfernt werden.
Das heutzutage übliche synthetische Immersionsöl ist allerdings
längst nicht mehr so kompliziert zu handhaben wie das früher
gebräuchliche Zedernholzöl, welches an der Luft verharzte und
dadurch sofort nach der Arbeit gründlichst zu entfernen war.
Dennoch muss nach Beendigung der Arbeit das Immersionsöl von
Objektiv und Kondensor entfernt werden. Hierzu verwende ich
persönlich ein sehr feines Reinigungspapier für optische Gläser
der Firma hama (z.B. aus Fachhandel für Fotografiezubehör).
Dabei noch verbleibende Spuren von Immersionsöl sind tolerierbar
und schaden nicht weiter. Noch schonender für die
Linsenoberflächen ist die Verwendung eines weichen
Leinenläppchens. Es ist nicht notwendig - und auch nicht ratsam
- nach jeder einzelnen Untersuchung das Immersionsöl zu
entfernen. Es genügt, wenn diese Reinigung am Ende des
Arbeitstages durchgeführt wird.
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Das Immersionsöl neigt
während
der mikroskopischen Arbeit sich auf geradezu wundersame Weise
über den gesamten Arbeitsplatz auszubreiten.
Besonders beim Entfernen des Objektträgers ist deshalb
Achtsamkeit geboten. Bereits während der Durchmusterung des
Präparates gelangt durch die Bewegung des Kreuztischs
unweigerlich immer etwas Immersionsöl auf den Objekttisch.
Weitere Achtsamkeit ist beim Entfernen des Objektträgers geboten.
Auch hierbei gelangt leicht weiteres Immersionsöl auf den
Objekttisch. Wird der Objektträger dann einfach neben das
Mikroskop auf die Arbeitsplatte gelegt, so ist es nur eine Frage
der Zeit, bis der gesamte Arbeitsplatz von einem mehr oder weniger
dicken Ölfilm überzogen ist (der Objektträger ist beidseitig
mit Öl verschmiert!). Deshalb sollten gebrauchte Objektträger am
besten in eine separate Schale gelegt werden. Zudem sollte nach
jedem Präparatwechsel der Objekttisch gereinigt werden. Hiezu
verwendet man beispielsweise ein Leinenläppchen welches mit einer
geringen Menge Medizinalbenzin (erhältlich in jeder Apotheke)
getränkt ist.
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Das Immersionsöl darf nur
für
Immersionsobjektive verwendet werden und muss von der Frontlinse
von Trockenobjektiven ferngehalten werden!
Wird die Frontlinse eines Trockenobjektivs mit Immersionsöl
benetzt, so muss dieses umgehend gründlich entfernt werden. Hierzu
schraubt man das Objektiv zunächst aus seiner Fassung und reinigt
die Linse dann beispielsweise mit einem Linsenreinigunspapier,
welches in Medizinalbenzin getränkt wurde. Zweckmäßig ist die
Kontrolle der Reinigung unter einer Lupe oder einem
Stereomikroskop.
Wer beim Umgang mit dem Dunkelfeld-Immersionsmikroskop diese wenigen
Hinweise beachtet, erhält die Leistungsfähigkeit des eigenen
Mikroskops. Im Vergleich zu früheren Zeiten, in denen tatsächlich noch
Zedernholzöl verwendet wurde, gestaltet sich der Umgang mit aktuellen
Mikroskopen geradezu komfortabel und unkompliziert. Etwaige
Berührungsängste mit einem Immersionssystem sind jedenfalls nicht
begründet.
Probleme mit der Bildqualität
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Nach einem Präparatwechsel lässt
sich kein Dunkelfeld mehr einstellen.
Mit jedem Wechsel des Objektträgers geht ein Teil des
Immersionsöls auf dem Kondensor verloren und muss deshalb
ergänzt werden. Meist wird soviel Immersionsöl auf dem Kondensor
aufgebracht, dass nach einem Tausch des Objektträgers noch
genügend Immersionsöl auf dem Kondensor verbleibt. Spätestens
nach dem dritten oder vierten Wechsel reicht das Immersionsöl
nicht mehr aus, um einen Kontakt mit dem Objektträger zu
erreichen.
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Durch das mikroskopische Bild
treiben helle Blasen oder Schlieren - teilweise wandern diese auch
beim Durchmustern des Präparates mit durch das Gesichtsfeld.
Im Immersionsöl zwischen Objektiv und Deckglas können sich
leicht Luftblasen bilden. Diese stören natürlich bei der
Bildentstehung und bedingen die beschriebenen Probleme. Manchmal
hilft es dann schon, wenn man durch geringes, aber ruckhaftes
Drehen am Objektivrevolver das Immersionsobjektiv rasch mehrmals
hin und her bewegt. Diese Verfahrensweise ist jedoch bei
druckempfindlichen Präparaten nicht geeignet. Bei hartnäckigeren Fällen
und empfindlichen Präparaten senkt man den
Objekttisch ab und reinigt die Objektivfrontlinse. Danach bringt
man erneut einen Tropfen Immersionsöl auf das Deckglas auf und
kann mit dem Mikroskopieren fortfahren.
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Im Dunkelfeld ergibt sich mit dem Objektiv 100-fach
ein extrem unscharfes Bild.
Wenn nicht genügend Immersionsöl auf dem Objektträger aufgebracht
ist, bzw. vergessen wurde Immersionsöl aufzubringen, so kann kein
Kontakt mit der Frontlinse des Immersionsobjektivs entstehen. Das Bild
ist dann völlig unscharf und nicht zu gebrauchen.
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Das mikroskopische Bild erscheint
sehr dunkel, oder der Bilduntergrund erscheint sehr hell und nicht
wie im Dunkelfeld üblich.
Besonders beim Präparatwechsel kann man mitunter unabsichtlich
den Rändelring der Objektiv-Irisblende berühren und auch
verstellen. Ist die Blende dann zu weit geschlossen wird das Bild
dunkel und die Details im Präparat wirken vergröbert. Wenn die
Blende jedoch versehentlich geöffnet wird, so dringt direktes Mikroskopierlicht in das
Objektiv ein und es kommt kein korrektes Dunkelfeld mehr zustande.

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Nach dem Wechsel vom Objektiv
10-fach zum Immersions- Objektiv 100-fach finde ich die
Schärfeebene nicht mehr.
Man sollte beim Wechsel zwischen dem Objektiv 10-fach und dem
Objektiv 100-fach nicht den Objekttisch absenken, sondern das
Objektiv 100-fach langsam in den Strahlengang einschwenken. Diese
Behutsamkeit ist angebracht, um das Präparat zu schonen und
gleichzeitig die Bildung von Luftblasen im Immersionsöl zu
vermeiden. Bei dieser Vorgehensweise muss man nur noch
geringfügig mit dem Feintrieb nachfokussieren.
Wichtiger Hinweis: Ist am Mikroskop noch ein längeres
Trockenobjektiv angebracht (z.B. Objektiv 40-fach), so muss man
darauf achten, dass nicht aus Versehen dieses Objektiv
eingeschwenkt wird. Normalerweise montiert man die Objektive so am
Mikroskop, dass sie in steigender Vergrößerung angeordnet sind.
Das Objektiv 40-fach befindet sich somit gewöhnlich zwischen dem
Objektiv 10-fach und dem Objektiv 100-fach. Schwenkt man bei
dieser Anordnung, vom Objektiv 10-fach ausgehend, das Objektiv
100-fach in den Strahlengang ein, so kommt das Objektiv 40-fach
dabei unweigerlich mit dem Immersionsöl in Kontakt und man
handelt sich unnötigen Ärger mit der Reinigung der
Objektivfrontlinse ein. Dieses Problem kann man vermeiden, indem
man das Objektiv 10-fach unmittelbar neben dem Objektiv 100-fach
montiert. Das Objektiv 4-fach befindet sich dann gegenüber des
Immersionsobjektivs 100-fach
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